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Förderverein Kolokani e.V.

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Einladung nach Kolokani

 

In den letzten Tagen erhielten wir eine Einladung nach Mali - genauer gesagt nach Kolokani.

 

Eingeladen hat uns unser Partner Diadji Diafing Diarra von der AJK. Er ist gleichzeitig Vorsitzender des Kreisrates. Sein Vorschlag ist, zwischen dem 15.9.2019 und 15.10.2019 zu reisen. In dieser Zeit lässt die Regenzeit nach und es wäre möglich, nach Doubala zu reisen, um die Gesundheitsstation zu besichtigen.

 

Über diese Einladung hat Diadji Diafing Diarra bereits den Préfet in Kolokani informiert.

 

Am kommenden Dienstag, 23. Juli 2019, wird sich der Vorstand mit der Reise nach Mali befassen.

Almosen und Betteln

 

Mali gehört zu den ärmsten Ländern der Erde. Das Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner beträgt in Mali 830,00 USD. Im Vergleich dazu, beträgt das BIP pro Einwohner in Deutschland 44.550,00 USD. Es liegt nahe, dass in Bamako, der Hauptstadt von Mali, mehr Menschen anzutreffen sind, die sich mit erbetteltem Geld ernähren müssen, als in Berlin oder Paris.

 

Für die Moslems gilt, den Bedürftigen zu helfen. Zum einen gibt es die Almosengabe. Sie ist freiwillig und kann jeden Tag sogar mehrmals dargebracht werden. Sie kann aus Geld, Wertsachen, Nahrungsmittel oder Kleidung bestehen. Auch Besuche von Kranken oder Verwandten können Almosen sein oder auch jemanden zu helfen seine schwere Arbeit zu erledigen usw. Mit diesen vielen Varianten ist es auch dem Armen möglich einem Reichen Almosen zu geben. Almosen sind vom freien Willen des Glaubenden abhängig.

 

Bei der Jakhat ist es anders. Die Jakhat ist eine der fünf Säulen des Islam. Sie ist für alle Muslime Pflicht und wird einmal pro Jahr nach ganz bestimmten Regeln bezahlt. Die Höhe variiert je nach Einkunftsart zwischen 2,5 und 10 Prozent.

 

Auf der anderen Seite gibt es auch Vorschriften für die Menschen, die betteln. Betteln ist nur in der Höhe erlaubt, um das tägliche Dasein zu bestreiten. Ist diese Summe erreicht, darf nicht weiter gebettelt werden. Finanzielle "Vorräte" dürfen nicht angelegt werden.

 

Der Islam appelliert an die gläubigen Moslems, für sich und für die Familie zu sorgen und alles zu tun, damit das das selbst verdiente Geld zum Leben reicht. Betteln zu müssen ist zu vermeiden.