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Förderverein Kolokani e.V.

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Sondersitzung des Vorstandes

 

Der Vorstand des Fördervereins Kolokani trifft sich zur Sondersitzung am

Mittwoch, 1. September 2021, 19:30 Uhr, in der

Alten Brauerei Löwer, Kleiner Saal, Langgasse 66, 67454 Haßloch

 

Unser Verein beteiligt sich an der Partnerschaftskonferenz zwischen Kommunen in der Metropolregion Rhein-Neckar und ihren Partnern im globalen Süden.

 

Die Partnerschaftskonferenz wird organisiert von der Metropolregion und der Stadt Mannheim. Finanziell wird sie unterstützt von der „Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“.

 

Bei der Vorstandssitzung geht es um die Vorbereitung der Konferenz, die vom Dienstag, 9. November 2021 bis Donnerstag, 11. November 2021 stattfindet.

 

Sowohl in Haßloch als auch in Kolokani muss das Thema „Waldaufforstung“ aufbereitet werden, das wir für die Partnerschaftskonferenz vorgeschlagen haben.

Mali kommt nicht aus der Krise

Nach dem „Putsch“ sprechen wieder viele über Mali. Nicht immer wird die Situation richtig dargestellt. Deshalb der Versuch, die Abläufe der letzten Tage aus der Sicht von interessierten Maliern und deren Möglichkeiten, Informationen zu erhalten, darzustellen.

 

Zunächst ein Überblick über die zurzeit handelnden Personen:

Bah N’Daw:          Interimspräsident vom 25. September 2020 bis 26. Mai 2021, pensionierter Militär

Assimi Goïta:        Vizepräsident vom 25 September 2020 bis 25 Mai 2021, Militär
Präsident (kommissarisch) seit dem 26. Mai 2021

Moctar Ouane:     Premierminister seit dem 27. September 2020

 

Eine Woche vor der Festnahme des Präsidenten und seines Premierministers wurde die Regierung aus dem Amt entlassen. Die Gewerkschaft der malischen ArbeiterInnen streikte, weil es der Premierminister abgelehnt hatte, mit dieser Gewerkschaft zu verhandeln.

 

Nun funktionierte nichts mehr.

 

Zwischenzeitlich hat der französische Staatspräsident Macron die westafrikanischen Präsidenten zu einer Konferenz über die „Corona-Krise“ in den westafrikanischen Staaten eingeladen. Daran hat auch der malische Übergangspräsident Bah N’Daw teilgenommen.

 

Am Rande der Konferenz informierte Bah N’Daw den französischen Staatspräsidenten darüber, dass zwei Minister (Militärs), die in Russland ausgebildet wurden und noch immer gute Beziehungen hatten, Waffen in Russland bestellt hatten.

 

Jeder Malier weißt, dass Frankreich nicht will, dass die malische Armee Beziehungen zu Russland unterhält. Prompt hat auch der französische Staatpräsident Macron dem Übergangspräsident Bah N’Daw empfohlen, die beiden Militärs nicht mehr in ihre Ministerämter zu berufen.

 

Die Kabinettsliste, die am 24. Mai 2021 vorgestellt wurde, enthielt nicht mehr die Namen der beiden Militärs. Dies war der Anlass für die Verhaftung des Übergangspräsidenten Bah N’Daw und des Premierministers Moctar Ouane durch den Vizepräsidenten Assimi Goïta.

 

Die Mitglieder der Afrikanischen Union und die Mitglieder von ECOWAS kamen am 26. Mai 2021 nach Mali um in Verhandlungen zu erreichen, dass der Übergangspräsidenten Bah N’Daw wieder in sein Amt kommt – was aber nicht gelang.

 

Noch am selben Tag sind der Übergangspräsident Bah N’Daw und sein Premierminister Moctar Ouane zurückgetreten. Am 26. Mai 2021 wurde Assimi Goita kommissarischer Präsident, aber es gibt noch keine Regierung. Die Gewerkschaft der malischen ArbeiterInnen haben ihren Streik beendet, bis eine neue Regierung gebildet ist.

 

Wegen dieses erneuten „Putsches“ der Militärs wollten die ECOWAS und einige internationale Organisationen Mali bestrafen. Die BCEAO, Zentralbank der CFA-Länder drohte, ihre Tür zu schließen. In den Augen von vielen Ländern darf diese Tat von Militärs nicht ungestraft bleiben. Es ist auch ein Kampf um Posten. Zurzeit ist Mali lahmgelegt.