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Förderverein Kolokani e.V.

Hilfe zur Selbsthilfe

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Projekt gegen

geschlechtsspezifische Gewalt

 

Schon viele Jahre sucht der Vorstand nach Möglichkeiten „geschlechtsspezifische Gewalt“ zu reduzieren. Beim letzten Treffen des Netzwerkes Mali-Hilfe gab es am Rande der Veranstaltung ein Gespräch zwischen der LAG Mali e.V. (Landesarbeitsgemeinschaft Bayern Entwicklungshilfe Mali e.V.) in Nürnberg und dem Förderverein Kolokani. Bei diesem Gespräch war auch die Beschneidung von Frauen ein Thema. Die LAG Mali e.V. hat in der Vergangenheit bereits solche Projekte erfolgreich durchgeführt und konnte uns mit Kontaktdaten weiterhelfen.

 

Wir haben nun eine Anfrage an den Verein Tagné gestartet und sind dabei, eine Projektbeschreibung zu entwerfen. Wie das Projekt umgesetzt wird, müssen die Partner in Mali festlegen.

Waldaufforstung im Kreis Kolokani

 

Die neue Regierung hat zwei Prioritäten so der Förster von Kolokani: Sicherheit der Bevölkerung und Umweltschutz. „Wir arbeiten alle für den Erhalt der Schöpfung“, dies war ein schöner Einstieg in die Videokonferenz am Donnerstag, 5. Mai 2022 zwischen dem „Förderverein Kolokani“ und der „Association du Jumelage de Kolokani“.

 

Bereits 1953 wurde nordwestlich von Didiéni (siehe Karte) ein 2.600 ha großes Waldgebiet als Schutzgebiet ausgewiesen ("Verordnung 5760/SE EF vom August 1953"). Im Laufe der Zeit ging das Wissen um den Schutzstatus verloren. Die Menschen brauchten Holz zum kochen und das Laub für die Tiere. Und es wurden auch landwirtschaftliche Flächen benötigt. Dies führte dazu, dass der Wald nur noch rudimentär vorhanden ist.

 

Inzwischen wird die Waldfläche zum Teil auch als Weideland genutzt. Aber nicht von den Anwohnern. Meist sind es Viehzüchter, die von Mauretanien mit ihren Tieren nach Bamako ziehen und unterwegs Weidefläche brauchen. Die Anwohner verdienen etwas Geld, indem sie von den Viehzüchtern pro Tier Geld bekommen.

 

Demnächst soll ein Workshop stattfinden. Die Menschen sollen mit der Verordnung vertraut gemacht werden. Wer innerhalb des Gebietes Flächen  bewirtschaftet soll diese aufgeben und Flächen außerhalb des Waldgebietes bekommen. Niemand soll Nachteile erleiden. Innerhalb von fünf Jahren sollen die Ackerflächen komplett der Waldaufforstung zur Verfügung stehen.

 

Alles wird mit der Gemeinde und den übergeordneten Behörden besprochen. Es wird Arbeitsplätze geben, da Zäune gebaut werden müssen und Anpflanzungen durchgeführt werden.

 

Es soll festgestellt werden, was noch wächst und was nicht mehr wächst. Waldwege werden angelegt und wilde Tiere sollen wieder zurückkehren. Alles wird sektorenweise in Angriff genommen.